| Sachsen-Anhalt

Politische Weinprobe

Am  27. Juli 2017 lud der Liberale Mittelstand Sachsen-Anhalt und die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (RB Mitteldeutschland) gemeinsam zu einer  "Politischen Weinprobe“ ein. 

Im wunderschönen Ambiente des Hotels „ Edelacker“  mitten in den Weinbergen von Freyburg (Unstrut) diskutierten Thomas Keindorf (Präsident der Handwerkskammer Halle), Hans Albrecht Zieger (Geschäftsführer der Winzervereinigung) und zahlreiche interessierte Gäste über Herausforderungen für den  Mittelstand und das Handwerk in Zeiten von Fachkräftemangels.

Moderiert von  Andreas Silbersack (Vorsitzender des  Liberalen Mittelstandes Sachsen-Anhalt) wurden nicht nur die Probleme angesprochen, die durch fehlende Fachkräfte entstehen, sondern auch mögliche Lösungsansätze gesucht.  Es gibt bereits Initiativen zur  Werbung von Hochschulabbrechern und –absolventen als Nachwuchskräfte für Handwerksbetriebe. Hans Albrecht Zieger bestätigte, das Quereinsteiger, denen im Berufsalltag das gewählte Studienfach nicht wie gehofft zusagte, sich im Weinbau  versuchen. Das allerdings ist eher die Ausnahme.   

Ein Grund, warum Nachwuchs im Handwerk und im Mittelstand fehlen ist ein Trend, das immer mehr  Schüler (Eltern?)  das Abitur und ein anschließendes Studium als sicherere Lebensgrundlage ansehen. Dabei ist es genau umgekehrt. Bei guten Ausbildungsleistungen haben Absolventen der Berufsausbildung weitaus mehr Chancen, in Arbeit zu kommen und zu bleiben. Wichtig wäre hier Aufklärung und das Aufbessern des Images von Handwerksberufen im Sinne von „Der Meister muss wieder genauso viel wert sein wie der Master!“

Die Einbeziehung von Menschen mit Handicap scheitert oft an den Bedenken, im Falle einer gewünschten Kündigung auf Hindernisse zu stoßen. Auch das ist eine Fehlannahme.

In der Diskussion ergab sich der Vorschlag, für die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen die  gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu setzen, dass Arbeit und nicht Arbeitslosigkeit finanziert wird. Eine realistische  finanzielle Hilfe für  Unternehmen könnte sicher auch da Potenziale heben und Selbstwertgefühle der Betroffenen enorm verbessern.

Eine ganz wichtige Säule ist ein Einwanderungsgesetz, über das ausländische Fachkräfte gezielt ins Land geholt werden können.

Der Tenor des Abends war Mut, vorhandene Chancen anzunehmen und pragmatische Ideen zu verfolgen, um dem Problem zu begegnen.  

Nach der Diskussion im Saal wurden bilaterale Gespräche bei einem guten, regionalen Tropfen auf der Terrasse fortgesetzt.

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