| Sachsen-Anhalt

CO² Gift , Schadstoff oder Quelle des Lebens?

Ausstieg aus der Braunkohle, Blockade der Grünen Biotechnologie: Ist das nachhaltige Wirtschafts- und Umweltpolitik?

Ausstieg aus der Braunkohle, Blockade der Grünen Biotechnologie:

Ist das nachhaltige Wirtschafts- und Umweltpolitik?

 

Diese Frage stand im Mittelpunkt des Diskussionsforums, welches am 17. Mai

CCe Kulturhaus in Leuna vom InnoPlanta e.V., dem FORUM GRÜNE VERNUNFT e.V. und dem Liberalen Mittelstand Sachsen-Anhalt e.V. gemeinsam organisiert wurde.

Als Redner konnten der Greenpeace-Mitbegründer Dr. Patrick Moore (Vancouver, Kanada) und der Geschäftsführer für Naturbildung der Deutschen Wildtierstiftung Michael Miersch begrüßt werden. Moderiert wurde die Veranstaltung vom FDP-Ehrenvorsitzenden und Ex-Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalts, Dr. Horst Rehberger. 

Der Ökologe Moore berichtete über seine Greenpeace-Jahre, in denen er als ein führender Kopf mithalf, den Lauf der Geschichte zu verändern. Nach 15 Jahren hat Patrick Moore Greenpeace den Rücken gekehrt, weil die anfangs stark humanitäre Ausrichtung der Umweltorganisation im Laufe der Jahre verloren ging und bei Greenpeace die Überzeugung Oberhand gewann, dass die Menschen die Feinde der Erde seien.

Kritisch sehen Miersch und Moore die Klimapolitik und die deutsche Energiewende.

Der Publizist Michael Miersch sagte, dass der enorme Bau von Wind- und Solaranlagen in Deutschland eine beispiellose Naturzerstörung verursacht habe. Nicht nur die Landschaftsverunstaltung sondern auch die Tötung einer Vielzahl von Vögeln (insbesondere Greifvögeln) und Fledermäusen an den Windkraftanlagen ist das Gegenteil von Umwelt-  und Naturschutzpolitik. Dies ist genau das Gegenteil dessen, was die Umweltbewegung eigentlich  forderte. Ein gesellschaftlicher Aufschrei ist noch nicht offensichtlich, obgleich die Kraft der  wachsenden Bürgerbewegungen insbesondere gegen den ausufernden Windkraftzubau ständig ansteigt, meinte Miersch.

Moore erklärte die deutsche Energiewende für gescheitert. Die CO2-Emissionen konnten nicht reduziert werden. Dafür sind die Energiekosten massiv angestiegen (die höchsten mittlerweile in Europa). Der Ausbau der Erneuerbaren Energien verschlingt jedes Jahr über 25 Mrd. EURO, gezahlt von den Bürgern und der mittelständischen Wirtschaft. Aber diese Subventionen haben nicht zum eigentlichen Ziel - der Reduzierung des CO2-Ausstoßes - geführt.

Moore führte aber noch einen weiteren wichtigen Grund an, die auf die Reduzierung des CO2 Ausstoßes gerichtete Politik zu hinterfragen. Unbestritten ist, dass der vom Menschen durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe verursachte CO2-Ausstoß die Ursache für den Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist (von 280 auf 400 ppm seit dem Beginn der industriellen Revolution). Viele unabhängige Wissenschaftler sind jedoch zu dem Schluss gekommen, dass diese CO2 Emissionen nicht zu einem gefährlichen Temperaturanstieg führen werden.

Anhand von Graphiken erläuterte er die Erkenntnisse zu den globalen Temperatur- und CO2 Werten der vergangenen 500 Mio. Jahre. Danach ist es offensichtlich, dass Temperatur und CO2 in keinem direkten kausalen Zusammenhang stehen. Die CO2-Schwankungen hinken den Temperaturschwankungen hinterher. Der CO2-Wert folgt der Temperaturveränderung, nicht umgekehrt. Dass menschliche Emissionen heutzutage den bestimmenden Einfluss auf das Klima bilden würden, ist nach wie vor eine Hypothese.

Allerdings besteht die Gewissheit, dass CO2 als Grundstoff für die Photosynthese der grünen Pflanzen der Baustein für alles Leben auf der Erde ist. Heute wird proklamiert, dass CO2 ein giftiger Schadstoff und Klimakiller sei.

Ab einer Konzentration von unter 150 ppm CO2 in der Atmosphäre beginnen die Pflanzen zu sterben.  Insofern können die menschlichen CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Kohlenstoffquellen als Beitrag zur Herstellung des Gleichgewichts des globalen Kohlenstoffkreislaufs angesehen werden.

 

Moore plädierte dafür, die Dämonisierung von CO2 beenden, sich auf echte Verschmutzungen wie Ruß, SO2, NOx, VOCs usw. zu  konzentrieren und die Vorliebe in teure, unzuverlässige "erneuerbare Energien" zu beenden.

 

 

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